Naturkunde an einem Soll- mit Kindern aus dem Hort Brüsewitz

Sölle- landschaftsprägend in Mecklenburg-Vorpommern

Wer kennt sie nicht, die „Wasserlöcher“ auf vielen Feldern in unserem Land. Um sie herum wachsen oftmals Bäume, in sie hinein viele Wasserpflanzen.

Sie heißen Soll (Mehrzahl: Sölle), im Volksmund auch die „Augen Gottes“ genannt und sind gesetzlich geschützte Biotope. Da über Ursprung und Bedeutung dieser Sölle zu wenig Wissen in der Bevölkerung besteht und aus den unterschiedlichsten Gründen viele Sölle verlanden, hat sich unser Parteifreund Hubertus Doberschütz, von der Insel Poel, die Aufklärung darüber – beginnend schon bei Kindern und Jugendlichen - auf die „Fahnen geschrieben“.

Da ich das Thema sehr spannend finde, habe ich Hubertus Doberschütz gebeten, auch aufs „Festland“ zu kommen, um Grundschüler mit dem Thema vertraut zu machen. Den Auftakt bildete die Grundschule Brüsewitz. Dort nahmen am 05.Juni insgesamt 18 Hortkinder an einem spannenden Exkurs über Sölle teil.

Zur Einstimmung zeigte Herr Doberschütz einen kleinen Erklärfilm, der die Kinder zu vielen Fragen anregte. Wir mussten die Unterhaltung regelrecht abbrechen, damit wir es noch schafften, kleine Boote aus Naturmaterial mit den Kindern zu basteln. Das war eine Begeisterung, es hat so viel Freude bereitet – uns Erwachsenen aber auch !!!

In einem nahe gelegenen Soll wurden dann einige der „Böötchen“ zu Wasser gelassen, um so den Zustand des Solls zu erkennen: dieses war nicht zugewachsen, Libellen flogen und sogar Fische waren zu sehen – die Natur war dort intakt, die Landwirte haben es sehr gut gepflegt.

Die Kinder, aber auch wir, hatten einen sehr lehrreichen und vergnüglichen Nachmittag.

 

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